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Ruhestandsplanung

Ruhestand planen – Engpässe vermeiden

Die finanzielle Absicherung im Ruhestand stellt für viele Menschen eine zentrale Herausforderung dar. Mit dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben verändert sich nicht nur die Einkommenssituation, sondern auch die Struktur der Ausgaben. Die Erfahrung zeigt, dass einzelne Ausgaben abnehmen, andere hingegen steigen können. Kosten im Zusammenhang mit der bisherigen Erwerbstätigkeit entfallen und auch Versicherungsprämien nehmen in der Regel etwas ab. Im Ruhestand bleibt dagegen mehr Zeit zum Verwirklichen bislang aufgeschobener Pläne. Die Ausgaben für Urlaub, Hobbys und sonstigen Freizeitbeschäftigungen steigen vor allem in den ersten Jahren nach dem Eintritt in den Ruhestand oft deutlich an. Aber auch die Gesundheits- und Pflegekosten können mit zunehmendem Alter steigen.

Eine möglichst frühzeitige und strategische Ruhestandsplanung erweist sich somit als unabdingbar, um finanzielle Engpässe zu vermeiden, vom Zinseszinseffekt zu profitieren und um den gewünschten Lebensstandard im Alter aufrechtzuerhalten. Die finanzielle Ruhestandsplanung umfasst dabei weit mehr als die > klassische Vermögensanlage und > Altersvorsorge. Bei der Altersvorsorge liegt der Schwerpunkt auf der Ansparphase, also der Akkumulation von Kapital für das Rentenalter. Die Ruhestandsplanung hat hingegen den Fokus auf das Entsparen und die Verwendung des angesparten Vermögens. Entsprechend berücksichtigt sie Aspekte der Einkommensplanung, Vermögensmanagement, der > Vermögensübertragung an nachfolgende Generationen, der steuerlichen Optimierung sowie > der rechtlichen Absicherung durch Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen.

Die Planung sollte also viel stärker auf die Sicherstellung eines lebenslangen Einkommens im Ruhestand ausgerichtet werden, da auch im Ruhestand fortlaufende finanzielle Verpflichtungen bestehen. Dies erfordert kontinuierliche Einkommensströme, die den bisherigen Lebensstandard garantieren und bis zum Lebensende reichen. Eine ganzheitliche Ruhestandsplanung umfasst daher nicht nur die Gegenüberstellung aller Einnahmen und Ausgaben sowie Vermögenswerte und Schulden zur finanziellen Absicherung, sondern auch zusätzliche Aspekte wie beispielsweise die Absicherung gegen existenzielle Risiken, das > Eintreten eines Pflegefalls oder die Regelung testamentarischer Verfügungen und Vollmachten sollten miteinbezogen werden.

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